Nachrichten

Aus der Destree-Motorsport Box

FHR 100 Meilen Hockenheim

Da bringt man am Freitag das Getriebe der Sexbomb zur Revision und schaut auf dem Weg nichts ahnend bei einem Freund und seinem Youngtimer Team in Hockenheim vorbei und ehe man sich versieht sitzt man am nächsten Tag im Rennwagen und fährt mit. Und als wäre das nicht schon eine tolle Sache, ist dieser Rennwagen ein offener Sportwagen der ehemaligen Englischen Sportwagenschmiede Lola, genauer gesagt ein Lola T 212 Baujahr 1971 mit einem 245 PS starkem 1.8l Cosworth Motor, der das 550 kg leichte Fahrzeug ganz schön in Schwung bringt.

Fahrzeugbesitzer Bernd Langewiesche wollte das knapp 60 minütige FHR 100 Meilen Rennen nicht unbedingt alleine bestreiten und da kam ihm Wolfgang Destree gerade recht. Schnell wurde geregelt, dass er auch ohne Training oder Qualifing am Rennen teilnehmen kann. Bedingung war ein Start von der letzten Startposition. Destree ist zuvor noch nie mit einem offenen Sportwagen oder etwas vergleichbarem gefahren und wurde ohne eine Runde gefahren zu sein direkt ins kalte Wasser geworfen.

Doch schon schnell stellte sich eines heraus. Wer braucht schon Training und Erfahrung mit solchen speziellen Fahrzeugen, oder gar eine passende Sitzposition? Wer es kann, der kann’s! Von der letzten Startposition aus stürmte Destree direkt nach vorne und war nach zwei Runden schon fast am ganzen Feld vorbei, ob die Gegner Chevron, Tiga oder BMW M1 heißen, ganz egal. Schon lag Destree auf der 2. Position im Gesamtklassement und festigte diese, trotz kleinerer Getriebeproblemen. Den von der Pole gestarteten rund 50 PS stärkeren und etwas neueren Cheetah G 601 von Felix Haas konnte er zwar nicht mehr einholen, doch die Rundenzeiten waren sogar genauso schnell. Nach knapp 40min. steuerte Destree die Box an und übergab an Bernd Langewiesche, der den Lola sicher über die restliche Renndistanz trug und den tollen zweiten Gesamtplatz einfuhr. Auf der Tribühne und im Fahrerlager machte sich große Verwunderung breit, wie Destree ohne je mit einem solchen Fahrzeug gefahren zu sein zu so einer Leistung im Stande war.

Beim 24h Classic wird Wolfgang Destree zusammen mit Bernd Langewiesche den in der Youngtimer Szene bekannten „Schweinchen Porsche“ der in Anlehnung an die berühmte Porsche 917 „Sau“ von Le Mans 1971 lackiert ist bestreiten.

Back to top